‘Merging Layers’ finally in nature where it belongs


Merging Layers / Sustainable Art Installation, Bioplastik and Sand, 240cm x 240cm x 60cm

Für die Deutsche Version bitte nach unten scrollen.

Photo: Kirsten Wechslberger
‘Merging Layers’ in Nature (Photo: Kirsten Wechslberger)

For more information about the ‘Merging Layers’ installation and photos in the gallery follow the link below:

https://kirstenwechslberger.com/2019/07/19/installation-merging-layers/

Merging layers was created specifically for the Namibian group exhibition ‘Zusammen Wachsen/Growing Together’. It is meant to be an ephemeral installation as all the other bioplastic and sand installations I have created thus far. While the work is in the gallery it will not break down and follow the normal cycle of decomposition as the bioplastic needs exposure to water to start the disintegration process. The work has now found its final resting place in nature and may now disintegrate and decompose. (Some pieces have made their way into other areas in and outside Berlin – which are not part of the installation above)

Photo: Imke Rust
The pieces in Brandenburg (Photo: Imke Rust)

To the material:

In this work I created the bioplastic pieces in such a way that they look mostly decomposed already. Figures are distorted and have major cracks or are broken. They are made to look ugly to fit the ugliness of a real battle. Corruption, extortion, manipulation, modern slavery are the ugly faces of our contemporary chess game.

The sand I used was mainly from Brandenburg with an exception of the red dune sand which I especially ordered from Namibia.


Verschmelzende Schichten/ Installation Bioplastik und Sand/ 240 cm x 240 cm x 60 cm

Deutsche Version:

‘Verschmelzende Schichten/Mergin Layers’ wurde speziell für die namibische Gruppenausstellung „Zusammen Wachsen / Growing Together“ konzipiert. Es soll eine kurzlebige Installation sein, wie alle anderen Biokunststoff- und Sandinstallationen, die ich bisher erstellt habe. Während sich die Arbeit in der Galerie befindet, wird sie nicht abgebaut und folgt dem normalen Zersetzungszyklus, da der Biokunststoff Wasser ausgesetzt werden muss, um den Zersetzungsprozess zu starten. Nun wurde die installation in der Natur ausgesetzt und kann nun auseinanderfallen und sich zersetzen. (Manche der Figuren und Teile sind in anderen Teilen Berlins und Brandenburg gelandet – um sich dort zu zersetzen)

Zum Material: In dieser Arbeit habe ich die Biokunststoffteile so gestaltet, dass sie meist schon zerlegt aussehen. Figuren sind verzerrt und haben größere Risse oder sind gebrochen. Sie sollen hässlich aussehen, um der Hässlichkeit eines echten Kampfes zu entsprechen. Korruption, Erpressung, Manipulation, moderne Sklaverei sind die hässlichen Gesichter unseres modernen Schachspiels. Der Sand, den ich verwendete, stammte hauptsächlich aus Brandenburg, mit Ausnahme des roten Dünen-Sandes, den ich speziell aus Namibia bestellte.

Newspaper Article: Group Exhibition ‘Zusammen Wachsen’

Zum Artikel in der Allgemeinen Zeitung: https://www.az.com.na/nachrichten/wie-kunst-verbindet-2019-07-18

In zwei Ausstellungen rücken Windhoek und Berlin ein Stückchen näher zusammen

Aus Bioplastik und Sand hat die Künstlerin Kirsten Wechslberger das überdimensionale Schachbrett mit dem Titel „Verschmelzende Schichten“ kreiert. Foto: Sascha J.Bachmann

Mehr als 12000 Kilometer liegen zwischen Berlin und Windhoek. Mit dem Auto rund eine sechs Tage und 22 Stunden lange Fahrt. Zwischen Deutschland und Namibia liegen Angola, der Kongo, Gabun, Kamerun, Nigeria, Niger und Algerien, Spanien und Frankreich – kein Katzensprung, aber manchmal braucht es weder Auto noch Flugzeug um diese Distanz zu überwinden. 

Die beiden Länder sind nun noch ein Stückchen näher gekommen: Derzeit finden in Berlin zeitgleich zwei Kunstausstellungen in Zusammenarbeit mit der Namibischen Gesellschaft e. V. statt. In der Ausstellung „Basterland“ in der Fotogalerie Friedrichshain zeigt Fotografin Julia Runge Bilder aus der namibischen Hardap-Region, kombiniert mit historischen Aufnahmen aus der Geschichte der Baster. Teilweise gestellt, teilweise spontan entstanden, spielen die Fotos hundert Jahre nach dem Aufstand gegen die deutsche Kolonialherrschaft mit dem Zwiespalt zwischen alten Traditionen der Baster und den Einflüssen der Globalisierung. Dieser Kontrast prägt auch Julia Runges Rolle als Fotografin. Sie hat sich zwar viel mit der Kultur der Baster beschäftigt, gleichzeitig ist sie sich aber auch stets ihrer europäisch geprägten Perspektive auf deren Kultur bewusst. Bis zum 18. August lässt sie die Besucher an den Einblicken teilhaben, die sie während zahlreicher Aufenthalte in und um die namibischen Baster-Hochburg Rehoboth gewonnen hat. 

In der kommunalen Galerie des Stadtbezirks Berlin-Lichtenberg im Kulturhaus Karlshorst präsentieren Xenia Ivanoff-Erb, Shia Karuseb, Imke Rust und Kirsten Wechslberger Grafiken, Zeichnungen, Mixed Media, Fotografien und dreidimensionale Objekte zum Thema „ZUSAMMEN WACHSEN – Perspektiven namibischer Kunst“. Kuratiert werden beide Ausstellungen von Jürgen Becker. Seit 20 Jahren engagiert er sich für die Deutsch-Namibische Gesellschaft und damit für den kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern. Die Idee zum Titel der Ausstellung – „ZUSAMMEN WACHSEN“ stammt allerdings nicht von ihm, sondern von den Künstlern selbst, von denen drei mittlerweile in und um Berlin leben. „Die drei sind sozusagen Pendler und Botschafter zwischen den Kulturen“, sagt Becker. Beide Ausstellungen sind außerdem Beiträge zur Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Windhoek, die im kommenden Jahr ihr 20. Jubiläum feiert. 

Kirsten Wechslberger ist eine dieser Kultur-Botschafterinnen. Geboren in Swakopmund, lebt die Künstlerin seit 2016 in Berlin. Für die Ausstellung „ZUSAMMEN WACHSEN“ kreierte sie ein ganz besonderes Werk mit starkem Bezug zur kolonialen Vergangenheit Namibias. Unter dem Titel „Verschmelzende Schichten“ präsentiert sie ein überdimensionales Schachbrett. Viele der schwarzen Spielfelder fehlen, die weißen Felder sind zwar annähernd vollständig, aber teilweise schwer beschädigt. Auch viele der Schachfiguren stehen nicht mehr an ihrem Platz. Sie liegen zerschlagen in den Lücken zwischen den Spielfeldern. Das Strategiespiel Schach symbolisiere die Regeln und Systeme, die Europäer der namibischen Kolonialzeit aufgedrückt haben, deutet Wechselberger ihr Werk. „Die Erste Welt – die erfahrenen Schachspieler – haben einen entscheidenden Vorteil, wenn es darum geht mit den Ländern der Dritten Welt zu konkurrieren.“ Die dunklen Spielfelder und Schachfiguren sind daher stärker beschädigt als die weißen. Sie symbolisieren die traditionellen Wertesysteme und Strukturen der namibischen Bevölkerung. Weil die soziale Wirklichkeit aber nicht nur aus schwarz und weiß besteht sondern jede Gesellschaft von ihren Zwischentönen – den Graustufen – lebt, gibt es auch in Kirsten Wechslbergers Werk einige Figuren, die aus mehr als nur einfarbigem Sand bestehen. Sie sollen die Menschen repräsentieren, die „eine friedliche und gerechtere Welt erschaffen möchten“, so die Künstlerin. Dass Wandel möglich ist, bringt sie auch in der Auswahl ihres Materials zum Ausdruck. Bestehend aus Bioplastik und Sand würde sich das Objekt außerhalb der geschützten Galerieräume – bei Kontakt mit Wasser – langsam auflösen, solange bis die unterschiedlichen Farben des verarbeiteten Sandes nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und nach der Ausstellung möchte Kirsten Wechslberger genau das tun: Sie will ihr Werk dem natürlichen Verfall überlassen. Bis zum 25. August können Besucher „Verschmelzende Schichten“ und alle anderen Werke der Ausstellung „ZUSAMMEN WACHSEN“ aber noch völlig unversehrt bestaunen.

Installation ‘Merging Layers’

Für die Deutsche Version bitte nach unten scrollen.

Merging Layers / Sustainable Art Installation, Bioplastik and Sand, 240cm x 240cm x 60cm

Documentary Video ‘Merging Layers’

Merging layers was created specifically for the Namibian group exhibition ‘Zusammen Wachsen/Growing Together’. It is meant to be an ephemeral installation as all the other bioplastic and sand installations I have created thus far. While the work is in the gallery it will not break down and follow the normal cycle of decomposition as the bioplastic needs exposure to water to start the disintegration process. The plan is to later find a place to install it in nature and have it decompose.

Photo: Sascha J. Bachmann
Detail: Corner View

In the work I use the chess board as a symbol of two sides opposing each other. My idea was to stimulate thought on the legacy of apartheid and colonialism. How have western or European rules and regulations, operating systems and value systems replaced those of the Namibian ethnic groups and the entire population?  How fruitful and supporting are these new systems for the major population of Namibia?

Photo: Sascha J. Bachmann
Detail: Side View

Chess is a game of strategy which Namibians have been forced to play and unfortunately most of the normal population don’t know the rules of the game. The first world – the seasoned chess players – has an evident advantage when battling it out against the third world countries and beginners like Namibia. This is why I have left all of the white chess squares of the board as part of the installation. It represents the western/European rules, the system, and the values that the game is played by. The darker chess board squares are less and more destroyed and decomposed showing some overlapping values but also that there are left over traditions, value systems rules and regulations from the Namibian population, even though most are broken down and in decomposition.

Photo: Sascha J. Bachmann
Detail: Broken Pawns

If one observes the installation closely one can see how both coloured pawns with an exception of two for each side have been destroyed in battle. The pawns are symbolic for the lower financial income classes (the poor) which are always offered first in battles and crisis. These are the ones that suffer the most losses. Even though I believe that the poor of most of the western/European countries are better off than the poor in Namibia they both have to battle marginalization that poverty brings in their countries. At this point I want to make clear that my statement should not be used as an excuse to manipulate the poor in western/European countries. Living standards of the poor in Namibia, when compared to the rich in European/western countries are very low and the gap between the rich and poor is growing and the middle class is becoming thinner.

The middle class pieces are the horse, tower and the bishop. Two of the horses and a tower have been formed with more than one colour sand. This symbolizes those that empathize and understand the game that is being played. These are the people that want to create a peaceful and equal world and societies which work together in harmony. As these pieces are of two colours one does not know on which side they are on.

These figures can be used to defend or attack by both sides of the game. As we know many people are being instrumentalized by those at the top. An example would be how foreign aid representing the multicolour figure is often used as a bargaining tool to swamp third world markets with cheap products. This is especially the case with food production. Europe subsidizes its agricultural industry so much that their products are sold for cheaper in third world countries. Local businesses and farmers cannot keep up and are destroyed and third world countries have to take on more debt and losing more of their power in the process.

For the ruling class I have replaced the kings with queens, this is my contribution to equality for women and men. The queens and kings become one gender and cannot be differentiated but attain the attributes and flexibility of movement of the queen as this is more realistic to the flexibility of the rich. Rich doesn’t have a gender.

The arrangement of the chess pieces is also important. Two queens/kings are opposing each other from across the chess board. It really depends on whose turn it is next.

Finally we come to the title of the art piece, ‘Merging Layers’. The layers which merge are the ones where the figures have fallen during battle. I left the fallen figures on the chess board instead of removing them to symbolize what would happen if the installation is placed outside and exposed to the weather these fallen figures will start to decompose and the different colour layers will start to merge and something new will be formed. Will all the cultures adapt to form one? Will there be the battle of skin colour and ethnic background? Or will the only battle left be the one between rich and poor?

To the material:

In this work I created the bioplastic pieces in such a way that they look mostly decomposed already. Figures are distorted and have major cracks or are broken. They are made to look ugly to fit the ugliness of a real battle. Corruption, extortion, manipulation, modern slavery are the ugly faces of our contemporary chess game.

The sand I used was mainly from Brandenburg with an exception of the red dune sand which I especially ordered from Namibia.

German Version:

Verschmelzende Schichten/ Installation Bioplastik und Sand/ 240 cm x 240 cm x 60 cm

‘Verschmelzende Schichten/Mergin Layers’ wurde speziell für die namibische Gruppenausstellung „Zusammen Wachsen / Growing Together“ konzipiert. Es soll eine kurzlebige Installation sein, wie alle anderen Biokunststoff- und Sandinstallationen, die ich bisher erstellt habe. Während sich die Arbeit in der Galerie befindet, wird sie nicht abgebaut und folgt dem normalen Zersetzungszyklus, da der Biokunststoff Wasser ausgesetzt werden muss, um den Zersetzungsprozess zu starten. Es ist geplant, später einen Ort zu finden, an dem es in der Natur installiert und zersetzt werden kann.

In der Arbeit verwende ich das Schachbrett als Symbol für zwei Seiten, die sich gegenüberstehen. Meine Idee war es, anzuregen über das Erbe der Apartheid und des Kolonialismus Nachzudenken. Wie haben westliche oder europäische Regeln und Vorschriften, Betriebssysteme und Wertesysteme die der namibischen Volksgruppen und der gesamten Bevölkerung ersetzt? Wie fruchtbar und unterstützend sind diese neuen Systeme für die große Bevölkerung Namibias?

Schach ist ein Strategiespiel, zu dem die Namibier gezwungen wurden, und leider kennen die meisten Normalbürger die Spielregeln nicht. Die erste Welt – die erfahrenen Schachspieler – hat einen offensichtlichen Vorteil im Kampf gegen die Länder der dritten Welt und Anfänger wie Namibia. Aus diesem Grund habe ich alle weißen Schachfelder des Spieles als Teil der Installation belassen. Es repräsentiert die westlichen und europäischen Regeln, das System und die Werte, nach denen das Spiel gespielt wird. Die dunkleren Schachbrettfelder sind sehr zerstört, zerlegt oder fehlen. Dieses zeigt einige überlappende Werte, aber auch, namibische Traditionen der Bevölkerung, Wertesystemregeln und Vorschriften die übrig geblieben sind.

Wenn man die Installation genau beobachtet, kann man sehen, wie beide farbigen Bauern mit Ausnahme von zwei für jede Seite im Kampf zerstört wurden. Die Bauern stehen symbolisch für die unteren Einkommensklassen (die Armen), die in Schlachten und Krisen immer an erster Stelle stehen. Dies sind diejenigen, die die meisten Verluste erleiden. Auch wenn ich glaube, dass es den Armen der meisten westeuropäischen Länder besser geht als den Armen in Namibia, müssen beide gegen die Marginalisierung kämpfen, die die Armut in ihren Ländern mit sich bringt. An dieser Stelle möchte ich klarstellen, dass meine Aussage nicht als Entschuldigung für die Manipulation der Armen in westlichen oder europäischen Ländern dienen sollte. Der Lebensstandard der Armen in Namibia ist im Vergleich zu den Reichen in den europäischen / westlichen Ländern sehr niedrig und die Kluft zwischen Arm und Reich wächst und die Mittelschicht wird immer dünner.

Die bürgerlichen Stücke sind das Pferd, der Turm und der Bischof. Zwei der Pferde und ein Turm wurden mit mehr als einer Farbe Sand geformt. Dies symbolisiert diejenigen, die sich in das gespielte Spiel/Realität einfühlen und es verstehen. Dies sind die Menschen, die eine friedliche und gleichberechtigte Welt und Gesellschaften schaffen wollen, die in Harmonie zusammenarbeiten wollen. Da diese Stücke zweifarbig sind, weiß man nicht, auf welcher Seite sie sich befinden. Diese Figuren können verwendet werden, um beide Seiten des Spiels zu verteidigen oder anzugreifen. Wie wir wissen, werden viele Leute von den Besten instrumentalisiert. Ein Beispiel wäre, wie ausländische Hilfe, die die Mehrfarbenfigur darstellt, häufig als Verhandlungsinstrument verwendet wird, um die Märkte der Dritten Welt mit billigen Produkten zu überfluten.

Dies ist insbesondere bei der Lebensmittelherstellung der Fall. Europa subventioniert seine Agrarindustrie so sehr, dass ihre Produkte in Ländern der Dritten Welt billiger verkauft werden. Lokale Unternehmen und Landwirte können nicht mithalten und werden zerstört, und die Länder der Dritten Welt müssen mehr Schulden aufnehmen und verlieren dabei mehr Macht. Für die herrschende Klasse habe ich die Könige durch Königinnen ersetzt, dies ist mein Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Die Königinnen und Könige werden zu einem Geschlecht und können nicht unterschieden werden, sondern erreichen die Eigenschaften und die Beweglichkeit der Königin, da dies für die Beweglichkeit der Reichen realistischer ist. Reich hat kein Geschlecht. Die Anordnung der Schachfiguren ist ebenfalls wichtig. Zwei Königinnen / Könige stehen sich gegenüber. Es hängt wirklich davon ab, wessen Zug als nächstes ist. Schließlich kommen wir zum Titel des Kunstwerks „Merging Layers“. Die verbindenen Schichten werden die Figuren die während des Kampfes gefallen sind. Ich habe die gefallenen Figuren auf dem Schachbrett belassen, anstatt sie zu entfernen, um zu symbolisieren, was passieren würde, wenn die Installation draußen platziert und dem Wetter ausgesetzt würde. Diese gefallenen Figuren beginnen sich zu zersetzen und die verschiedenen Farbschichten beginnen sich zu vermischen und etwas Neues wird gebildet. Passen sich alle Kulturen an, um eine zu bilden? Wird es einen Kampf zwischen Hautfarbe oder ethnischem Hintergrund geben? Oder ist der einzige Kampf, der noch aussteht, der zwischen Arm und Reich? Zum Material: In dieser Arbeit habe ich die Biokunststoffteile so gestaltet, dass sie meist schon zerlegt aussehen. Figuren sind verzerrt und haben größere Risse oder sind gebrochen. Sie sollen hässlich aussehen, um der Hässlichkeit eines echten Kampfes zu entsprechen. Korruption, Erpressung, Manipulation, moderne Sklaverei sind die hässlichen Gesichter unseres modernen Schachspiels. Der Sand, den ich verwendete, stammte hauptsächlich aus Brandenburg, mit Ausnahme des roten Dünen-Sandes, den ich speziell aus Namibia bestellte.

Short Video Documentation ‘The Soil We Live of’ – no sound

Deutsche Version UNTEN

A short documentation without sound of the installation in Reckenthin. The Soil we Live of. Full version to follow soon.

This video was shown for the opening of the Exhibition ‘The Soil We Live of’ 24 August 2018.

About the artwork:

The artwork installation is a representation of the trillions of living beings alive in the 1 cubic meter of earth. The idea is to make people see how much life there is in the earth even if they cannot see it.
The 100 sculptures that make up the bioplastic and sand installation consist of 10 main categories of life forms found in the earth and are made to sizes of 10 to 30cm.
The installation is set up next to an acre near the Akademie of Suffizienz in Reckenthin, Germany as part of a residency in July 2018.
The installation was filmed and photographed and this short documentation was showcased in the Projektraum Group Global 3000, in Berlin at the opening on the 24 August 2018.

The following 10 organisms were created and presented: microorganisms such as bacteria, fungi, algae, and earthworms, roundworms, mites, springtails, rotifers, bristle worms, beetle larvae, two-fly larvae, snails, and ant lions

GERMAN

Eine kurze Dokumentation ohne Ton der Installation in Reckthin. Der Boden, von dem wir leben. Vollversion zu folgen.
Die Bildinstallation ist eine Darstellung der Billionen von Lebewesen, die in einem Kubikmeter Erde leben. Die Idee ist, die Menschen sehen zu lassen, wie viel Leben es auf der Erde gibt, auch wenn sie es nicht sehen können.
Die 100 Plastiken, aus denen die Biokunststoff- und Sandinstallation besteht, bestehen aus 10 Hauptkategorien von Lebensformen, die in der Erde gefunden werden und sind in Größen von 10 bis 30 cm hergestellt.
Die Installation wird im Juli 2018 im Rahmen einer Residency neben einem Acre nahe der Akademie der Suffizienz in Reckenthin, Deutschland, durchgeführt.
Die Installation wurde gefilmt und fotografiert und diese kurze Dokumentation wurde bei der Eröffnung am 24. August 2018 in der Projektraum Group Global 3000 in Berlin gezeigt.

Die folgenden 10 Organismen wurden geschaffen und präsentiert: Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze, Algen und Regenwürmer, Spulwürmer, Milben, Springschwänze, Rädertierchen, Borstenwürmer, Käferlarven, Zweifliegenlarven, Schnecken und Ameisenlöwen

First Update -‘The Soil We Live of’ Residence

Scrollen Sie nach unten für die deutsche Übersetzung

First Update

‘The Soil We Live of’ Residence sponsored by Group Global 3000, Kunst-Stoffe Berlin and the Akademie für Suffizienz

The old stables now the artist rooms / Der alte Stall nun die Künstlerzimmer
Photo: Kirsten Wechslberger

It has been a wonderful first week at the Akademie für Suffizienz with the other two resident artists Irene Hoppenberg und Matthias Fritsch. The weather has been extremely hot, which is ideal for my project as this speeds up the drying time.

The first 77 bio plastic and sand casts are finished and are drying in the barn. A further 88 have to be done to complete the work. I am glad that I only have to finish 3 more sets of legs as these were the most time intensive and complicated parts of the organisms I had to cast.

I am looking forward to install the bio-plastic casts on-site and film these for the exhibition at the Project Room Group Global 3000 on 24 August 2018. Perhaps I will install a system that will document the decomposition of the installation on site or have a live feed once in a while.

For more information about the residency follow these links:

https://kirstenwechslberger.com/2018/03/26/selected-to-participate-in-a-residency-at-the-akademie-fur-suffizienz-in-july-august-2018-germany/

and

https://kirstenwechslberger.com/2018/07/10/video-chafer-grub-protoype/

Here are some photos of the drying organisms finished to date and below these are some photos of the Akademie für Suffizienz. The separating toilet is something I have always wanted to experience. Takes some getting used to but is a wonderful concept. No water needed.

 

 

Erstes Update
“Die Erde von der Wir Leben” Residence gesponsert von Group Global 3000, Kunst-Stoffe Berlin und der Akademie für Suffizienz

Es war eine wunderbare erste Woche in der Akademie für Suffizienz mit den beiden anderen Künstlern, Irene Hoppenberg und Matthias Fritsch. Das Wetter war extrem heiß, was ideal für mein Projekt ist, da dies die Trocknungszeit beschleunigt.

Die ersten 77 Bio-Plastik- und Sandabgüsse sind fertig und trocknen im Stall. Weitere 88 müssen erledigt werden, um die Arbeit abzuschließen. Ich bin froh, dass ich nur 3 weitere Sätze von Beinen fertigstellen muss, da dies die zeitintensivsten und kompliziertesten Teile der Organismen waren, die ich giessen musste.

Ich freue mich darauf, die Bioplastik-Gussteile vor Ort zu installieren und für die Ausstellung in der Project Room Group Global 3000 am 24. August 2018 zu filmen. Vielleicht werde ich ein System installieren, das den Abbau der Anlage vor Ort dokumentieren wird oder haben soll ein Live-Feed hin und wieder.

Für weitere Informationen über die Residenz folgen Sie diesen Links: 

https://kirstenwechslberger.com/2018/03/26/selected-to-participate-in-a-residency-at-the-akademie-fur-suffizienz-in-july-august-2018-germany/

und 

https://kirstenwechslberger.com/2018/07/10/video-chafer-grub-protoype/

Hier sind einige Fotos von den bis dato getrockneten Organismen und darunter einige Fotos der Akademie für Suffizienz.

Die Trenntoilette wollte ich schon immer erleben. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist ein wunderbares Konzept. Kein Wasser benötigt.

Site-Specific Installation ‘MINAMINALS II, Earth to Earth’

Deutsche Version unten:

Documentary Video ‘Minaminals II – Earth to Earth’

,Minaminals II – Earth to Earth ‘ In partnership with Projektraum mp43, Grünraum Kastanienboulevard, Hellersdorf, Berlin 2018

Top View, Slightly Left Minaminals II with Plattenbauten in the Background Photo: Kirsten Wechslberger

The Site Specific Installation as part of the Kunst: Offen 11 June, and the Earth Festival 22-24.06.2018

Minaminals is a conceptual installation project that focuses on ephemeral, experimental, sustainable processes, materials and themes. It serves as educational material through the aesthetic presentation of the installation in the public space. The aim of this event is to place wildflower seed in the animals so that they grow, flower and become part of the decomposition process.

Right View with Signage Minaminals II Perspective Photo: Kirsten Wechslberger

At the opening, 50 sculptures / Minaminals including tortoises, birds, snakes and snails were exhibited. Approximately 13 sculptures/casts per named animal were installed together in an old fountain and was planned to be observed during the next weeks during the flowering and decay process. The installation and deliberate decay is symbolic of the ‘circle of life’, birth and death as found in all ecosystems.

Close-up View Minaminals II (Turtle) Photo: Kirsten Wechslberger

Each of the 50 sculptures has a size between 8cm³ and 25cm³.

The Minaminals are produced with their own recipe from 100% natural, biodegradable materials, from the design of the prototypes to the cast sculpture and are meant to decompose on site.

Right View Minaminals II Perspective Photo: Kirsten Wechslberger

The installation was not documented in the decay and subsequent blooming of the seeds because it was completely destroyed by humans after two weeks.

Front View Minaminals II Perspective Photo: Kirsten Wechslberger

The interaction with art in the public space can not be controlled. This factor makes the genre so exciting in my opinion. There is no curator or security who protects the artist’s work.

Close up View of snail Minaminals II Video Still: Sascha-J. Bachmann

Perhaps the destruction of the installation has a parallel to our world, or perhaps a form of therapy for the destroyer (s)? The decay process was accelerated and death came early.

Close up View of snake Minaminals II Video Still: Sascha-J. Bachmann
Close up View of Turtoise Minaminals II Video Still: Sascha-J. Bachmann


‚Minaminals – Earth to Earth’  In Partnerschaft mit Projektraum mp43, Grünraum Kastanienboulevard, Hellersdorf, Berlin 2018

The Ort-Spezifische Installation als Teil des Kunst:Offen 11 Juni Hellersdorf, Berlin und dem Erdfest 22-24.06.2018

Das Projekt

Zur Eröffnung wurden 50 Skulpturen/Minaminals darunter Schildköten, Vögel und Schnecken ausgestellt. Ungefähr 17 Skulpturen pro genannten Tier wurden zusammen in einem alten Brunnen installiert und sollten so über die nächsten Wochen beim blühen und Verwesungsprozesses beobachtet werden. Die Installation und gewollte Verwesung ist Symbolisch des ‚Circle of Life‘, Geburt und Tot, wie es in allen Ecosystemen zu finden ist.

Production Process: Removing the Tortoise from the Mould Photo: Sascha-J. Bachmann

Minaminals ist ein konzeptionelles Installationsprojekt wo ephemere, experimentelle, nachhaltige Prozesse, Materialien und Themen im Vordergrund stehen. Es dient zur Pädagogischen Aufklärung durch die ähstetische Präsentation der Installation im Ӧffentlichen Raum. Für dieses Event ist auch Ziel Wildblumensaat in die Tierchen zu platzieren sodas diese wachsen, blühen und Teil des Prozesses werden.

Jede der 50 Skulpturen haben eine Maβe zwischen 8cm³ und 25cm³.

Production Process: Removing the Tortoise from the Mould Photo: Sascha-J. Bachmann

Die Minaminals sind mit eigenen Rezept aus 100% natürlich, biologisch abbaubaren Materialien produziert, vom design der Prototypen bis zur gegossener Skulptur und sollen Vorort Verwesen.

Finished Minaminals II Drying Photo: Sascha-J. Bachmann

Die Minaminals II Installation wurde zuletzt nicht bei der Verwesung und dem anschliesenden blühen der Saat dokumentiert da diese nach zwei Wochen komplett zerstört wurde.

Finished Minaminals II Drying Photo: Sascha-J. Bachmann

Die Interaktion mit Kunst im Oeffentlichen Raum kann nicht kontrolliert werden. Dieser Faktor macht meiner Meinung nach die genre so spannend. Es gibt keinen Kurator oder Security der die Arbeit des Künstlers beschützt.

Cooking the Bioplastic and Sand

Vielleicht war die Zerstörung der Installation ein parallel zu unserer Welt, oder vielleicht ein Form von Therapie für den/die Zerstörer? Der Verwesungsprozess wurde beschleunigt, der Tod kam früh.

Producing the Mould for the Tortoise

Video of Production of Earthworm Prototype

Deutsche Version unten:

This is the documentation of the production of an earthworm that is part of the Minaminals III Project: The Soil We Live of.

MORE INFO ON THE WHOLE INSTALLATION:

The artwork installation would be the representation of the trillions of living beings alive in the 1 cubic meter of earth. The idea is to make people see how much life there is in the earth even if they cannot see it.
The 100 sculptures that will make up the bioplastic and sand installation will consist of 10 main categories of life forms found in the earth and will be made to sizes of 10 to 30cm.
The installation will be set up on an old building area or wasteland near the Akademie of Suffizienz in Reckenthin, Germany as part of a residency in July 2018.
The installation will be filmed and photographed and this will be showcased in the Projektraum Group Global 3000, in Berlin opening on the 24 August 2018.

The following 10 organisms will be created and presented: microorganisms such as bacteria, fungi, algae, and earthworms, roundworms, mites, springtails, rotifers, bristle worms, beetle larvae, two-fly larvae, snails, and ant lions

GERMAN
Minanimals III ist eine Repräsentation von 10 Arten der Billionen Lebewesen, die in einem Kubikmeter Erde leben. Es geht darum, für fast alle Menschen unsichtbares (und nicht wahrgenommes) Leben ins Blickfeld zu rücken. Die Skulpturen bestehen aus Bioplastik und Sand, sind zwischen 10 und 30 cm groß, und sie wurden für die Installation je zehnmal angefertigt. Die Installation beinhaltet 100 einzelne Skulpturen – sie sind auf einem Stück Land aufgebaut, welches durch Menschen zerstört wurde. Dort werden die Skulpturen verwesen. (und zur Erde zurück transformiert). Symbolisch nimmt sich in dieser Aktion die Natur ihr Land zurück. Dazu kommt ein Film der dokumentiert die Installation am Ort ihrer Präsentation. Die in dieser Installation dargestellten Lebewesen sind: Ein Bakterium, Regenwurm, Borstenwurm, Milbe, Rädertier, Rosenkäferlarve, Schnecke, Ameisenlöwe, Wasserbär und Kellerassel.

Video of Production of Tardigrade / Waterbear Prototype

Deutsche Version unten:

This is the documentation of the production of a Tardigrade or also known as Waterbear that is part of the Minaminals III Project: The Soil We Live of.

MORE INFO ON THE WHOLE INSTALLATION:

The artwork installation would be the representation of the trillions of living beings alive in the 1 cubic meter of earth. The idea is to make people see how much life there is in the earth even if they cannot see it.
The 100 sculptures that will make up the bioplastic and sand installation will consist of 10 main categories of life forms found in the earth and will be made to sizes of 10 to 30cm.
The installation will be set up on an old building area or wasteland near the Akademie of Suffizienz in Reckenthin, Germany as part of a residency in July 2018.
The installation will be filmed and photographed and this will be showcased in the Projektraum Group Global 3000, in Berlin opening on the 24 August 2018.

The following 10 organisms will be created and presented: microorganisms such as bacteria, fungi, algae, and earthworms, roundworms, mites, springtails, rotifers, bristle worms, beetle larvae, two-fly larvae, snails, and ant lions

DEUTSCH
Minanimals III ist eine Repräsentation von 10 Arten der Billionen Lebewesen, die in einem Kubikmeter Erde leben. Es geht darum, für fast alle Menschen unsichtbares (und nicht wahrgenommes) Leben ins Blickfeld zu rücken. Die Skulpturen bestehen aus Bioplastik und Sand, sind zwischen 10 und 30 cm groß, und sie wurden für die Installation je zehnmal angefertigt. Die Installation beinhaltet 100 einzelne Skulpturen – sie sind auf einem Stück Land aufgebaut, welches durch Menschen zerstört wurde. Dort werden die Skulpturen verwesen. (und zur Erde zurück transformiert). Symbolisch nimmt sich in dieser Aktion die Natur ihr Land zurück. Dazu kommt ein Film der dokumentiert die Installation am Ort ihrer Präsentation. Die in dieser Installation dargestellten Lebewesen sind: Ein Bakterium, Regenwurm, Borstenwurm, Milbe, Rädertier, Rosenkäferlarve, Schnecke, Ameisenlöwe, Wasserbär und Kellerassel.

Video of Production of Chafer Grub Protoype

German Translation at the bottom:

This is the documentation of the production of an chafer grub that is part of the Minaminals III Project: The Soil We Live of.

More info on the whole installation:

The artwork installation would be the representation of the trillions of living beings alive in the 1 cubic meter of earth. The idea is to make people see how much life there is in the earth even if they cannot see it.
The 100 sculptures that will make up the bioplastic and sand installation will consist of 10 main categories of life forms found in the earth and will be made to sizes of 10 to 30cm.
The installation will be set up on an old building area or wasteland near the Akademie of Suffizienz in Reckenthin, Germany as part of a residency in July 2018.
The installation will be filmed and photographed and this will be showcased in the Projektraum Group Global 3000, in Berlin opening on the 24 August 2018.

The following 10 organisms will be created and presented: microorganisms such as bacteria, fungi, algae, and earthworms, roundworms, mites, springtails, rotifers, bristle worms, beetle larvae, two-fly larvae, snails, and ant lions

GERMAN
Minanimals III ist eine Repräsentation von 10 Arten der Billionen Lebewesen, die in einem Kubikmeter Erde leben. Es geht darum, für fast alle Menschen unsichtbares (und nicht wahrgenommes) Leben ins Blickfeld zu rücken. Die Skulpturen bestehen aus Bioplastik und Sand, sind zwischen 10 und 30 cm groß, und sie wurden für die Installation je zehnmal angefertigt. Die Installation beinhaltet 100 einzelne Skulpturen – sie sind auf einem Stück Land aufgebaut, welches durch Menschen zerstört wurde. Dort werden die Skulpturen verwesen. (und zur Erde zurück transformiert). Symbolisch nimmt sich in dieser Aktion die Natur ihr Land zurück. Dazu kommt ein Film der dokumentiert die Installation am Ort ihrer Präsentation. Die in dieser Installation dargestellten Lebewesen sind: Ein Bakterium, Regenwurm, Borstenwurm, Milbe, Rädertier, Rosenkäferlarve, Schnecke, Ameisenlöwe, Wasserbär und Kellerassel.

Video of Production of Clay Ant Lion Prototype

This is the documentation of the production of an ant lion that is part of the Minaminals III Project: The Soil We Live of. More info on the whole installation: The artwork installation would be the representation of the trillions of living beings alive in the 1 cubic meter of earth. The idea is to make people see how much life there is in the earth even if they cannot see it. The 120 sculptures that will make up the bioplastic and sand installation will consist of 10 main categories of life forms found in the earth and will be made to sizes of 10 to 30cm. The installation will be set up on an old building area or wasteland near the Akademie of Suffizienz in Reckenthin, Germany as part of a residency in July 2018. The installation will be filmed and photographed and this will be showcased in the Projektraum Group Global 3000, in Berlin opening on the 24 August 2018. The following 10 organisms will be created and presented: microorganisms such as bacteria, fungi, algae, and earthworms, roundworms, mites, springtails, rotifers, bristle worms, beetle larvae, two-fly larvae, snails, and ant lions